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NK: Gold für Österreich / Deutschland verfehlt Medaille knapp

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Nordische Kombination

Gold für Österreich / Deutschland verfehlt Medaille knapp

 

Eine nahezu fehlerfreie Leistung brachte das österreichische Team am letzten Tag der FIS Nordic Junior Ski-Weltmeisterschaft in Oberwiesenthal zur Goldmedaille. Stefan und Thomas Rettenegger, Johannes Lamparter und Fabio Obermeyr erzielten einen klaren Sieg, +35,9 Sekunden vor dem Team France. Das Team Norwegen holte Bronze, +38,2 Sekunden nach den Gewinnern.

 

Bereits während der Springrunde konnten die Österreicher einige großartige Leistungen zeigen. Der Olympiasieger der Jugend, Stefan Rettenegger, legte den Grundstein mit einem Sprung auf 94 Meter und gewann die erste Gruppe von Springern. Auch sein Bruder Thomas Rettenegger (98,5 Meter, 123,8 S.), Fabio Obermeyr (92,5 Meter, 114,6 S.) und Johannes Lamparter (97 Meter, 130,0 S.) setzten sich an der Spitze fest.

Hinter den Österreichern war der Wettbewerb jedoch aufgrund sehr schwieriger Windverhältnisse spannend. Die Norweger gingen als einer der Favoriten in den Wettbewerb, konnten aber ihre besten Sprünge nicht ganz zeigen und landeten nach der Springrunde +0: 53 hinter den führenden Österreichern auf dem vierten Platz.

 

Das französische Team rund um Edgar Vallet (90 Meter, 112,9 Seiten), Mael Tyrode (87,5 Meter, 110,8 Seiten) und Bronzemedaillengewinner im Einzelwettbewerb Gael Blondeau (93,5 Meter, 117,1) zeigte einige solide Leistungen, aber es war ihr letzter Mann, Matteo Baud, der sich bei sehr schwierigen Windverhältnissen mit einem tollen Sprung auf 99,5 Meter den zweiten Platz für sein Team sicherte.

Der dritte Platz nach dem Springen ging an das finnische Team, bestehend aus Waltteri Karhumaa (94,5 Meter, 113,5 Seiten), Wille Karhumaa (85,5 Meter, 105,4 Seiten), Perttu Reponen (93 Meter, 110,4 Seiten) und Otto Niittykoski (98,5 Meter). 133 S.).

 

Mateusz Jarosz, Bartlomiej Klimowski, Andrzej Szczechowicz und Piotr Kudzia aus Polen waren die Überraschung auf dem fünften Platz. Japan wurde mit Shogo Azegami, Yuya Yamamoto, Daimatsu Takehana und Kodai Kimura Sechster.

 

Österreich fuhr ein taktisch kluges und stabiles Rennen an der Spitze des Feldes und ließ die Verfolger nicht näher kommen. Stefan Rettenegger hielt den Abstand zum Verfolger-Team aus Frankreich auf seiner Etappe rund 20 Sekunden, während Thomas Rettenegger mit einem Vorsprung von 38,9 bzw. sogar 53,1 Sekunden wechselte. Während Gael Blondeau auf der letzten Etappe des Rennens gegen Fabio Obermeyr an Boden gewann, konnten sich die Verfolger nicht auf weniger als 35,9 Sekunden reduzieren.

 

Die Goldmedaillengewinner standen während des gesamten Rennens fest, aber die Silber- und Bronzemedaillen wurden hart erkämpft. Frankreich konnte zunächst seinen zweiten Platz halten, doch Matteo Baud wurde auf der dritten Etappe des Rennens von einem sich schnell nähernden David Mach eingeholt. Mach übernahm von Luis Lehnert auf Position fünf. Er fuhr ein sehr starkes Rennen mit der schnellsten Skizeit aller Athleten: Er brauchte 11: 24,6, um die 5 km zu absolvieren.

 

Frankreich und Deutschland fuhren ein dichtes Rennen. Zu Beginn der letzten Runde des Rennens trennten sie etwas mehr als 20 Sekunden von den Verfolgern aus Finnland und Norwegen. Polen und Japan hatten bereits früher den Kontakt zu den anderen Skifahrern verloren. Andreas Skoglund und Otto Niittykoski für Norwegen und Finnland haben sich erneut gegen den Deutschen Christian Frank und den Franzosen Gael Blondeau durchgesetzt, so dass zu Beginn der letzten Runde vier Teams um zwei Medaillen kämpften.

 

Niittykoski war der erste, der eine Niederlage eingestehen musste, und letztendlich konnten auch Frank Blondeau und Skoglund beim letzten Aufstieg ins Stadion nicht mehr folgen. Wie auf dem Weg zu seiner individuellen Bronzemedaille zeigte Blondeau auf der letzten Strecke einige hervorragende Sprintfähigkeiten und Andreas Skoglund wusste bereits in der Mitte des Sprints, dass er keinen Erfolg haben würde. Die französische Mannschaft war überglücklich über die Silbermedaille. Norwegen musste sich mit Bronze zufrieden geben.

Deutschland wurde Vierter, Finnland Fünfter, Japan Sechster, Polen Siebter, Slowenien Achter, Italien Neunter und die Tschechische Republik Zehnter im Endergebnis.

 

Erneutes Edelmetall für Österreich beim letzten Durchgang der Skispringer in Oberwiesenthal

Für die jungen männlichen und weiblichen Skispringer endete die FIS Nordische Junioren-Weltmeisterschaft 2020 in Oberwiesenthal am Sonntagnachmittag mit einem gemischten Mannschaftswettbewerb.

Bei diesem letzten Skisprungwettbewerb der Meisterschaften holte Österreich nach den beiden Einzelsiegen im Damen- und Herrenwettbewerb und dem Triumph im Damen-Team-Event das vierte Gold. Mit insgesamt 1023,3 Punkten holten Lisa Eder, Marco Woergoetter und die beiden Einzelweltmeisterinnen Marita Kramer und Peter Resinger das Edelmetall.

"Wir waren sehr nervös, weil wir wussten, dass wir es schaffen können, wenn wir alle gut abschneiden. Jetzt ist es sicher, dass wir wirklich gewinnen können. Diese Goldmedaille ist unglaublich", sagte Marco Woergoetter, der Fünfter im Einzelwettbewerb war und Silber mit der Herrenmannschaft gewann.

Es war ein aufregender Kampf bis zum Ende, in dem die norwegische Mannschaft knapp Zweiter wurde. Nach acht Wettkampfsprüngen lagen Eirin Maria Kvandal, Bendik Jakobsen Heggli, Thea Minyan Bjoerseth und Sander Vossan Eriksen Silber nur 1,6 Punkte hinter den Gewinnern.

Die Bronzemedaille ging an das slowenische Team mit Jerneja Brecl, Jan Bombek, Katra Komar und Mark Hafnar. Sie erzielten insgesamt 986,0 Punkte. Genau wie beim Herren-Mannschaftswettbewerb am Samstag war Jan Bombek erneut der Athlet, der die meisten Punkte erzielte.

Deutschland verpasste das Podium nur knapp und wurde Vierter, gefolgt von Russland und Frankreich.

Quelle: FIS

 

Wir bedanken uns bei allen Sportlern, Helfern, Offiziellen, Sponsoren, Partner, Freunden und bei allen, die eine tolle JWM 2020 ermöglicht haben! Insgesamt sind knapp 15.000 Zuschauer an die Sportstätten gekommen, um die jungen Athletinnen und Athleten anzufeuern und sich die Weltelite des Jugend-Wintersports bei ihren Wettkämpfen anzuschauen. Eine gelungene Veranstaltung geht zu Ende. Viel Glück und Erfolg wünschen wir unserem Nachbarland Polen, an welches heute von der Präsidentin des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal e.V. der Staffelstab für die JWM 2021 übergeben wurde.

 

©Studio2media | Marko Unger